Rufnummermitnahme – Wie funktioniert das?

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Während die Rufnummermitnahme noch vor einigen Jahren, wenn überhaupt, nur aus Kulanz des Mobilfunkanbieters erfolgte, ist sie seit Mai 2012 für alle Personen möglich. So zumindest ist die aktuelle Gesetzeslage. Denn die Rufnummernübertragbarkeit wird durch § 46 des deutschen Telekommunikationsgesetzes festgeschrieben.

Erster Schritt der Rufnummermitnahme: Antrag stellen

Wer seine Rufnummer zu einem neuen Vertrag mitnehmen möchte, der muss logischerweise zuerst den alten Vertrag kündigen und einen neuen Vertrag abschließen. Dabei ist zu beachten, dass die Rufnummermitnahme zum neuen Mobilfunkanbieter in der Regel kostenlos ist, der alte Mobilfunkanbieter auf die Abgabe der Rufnummer meist jedoch eine Gebühr erhebt. Diese kann bis zu 30,72 € betragen. Wem die eigene Rufnummer das nicht wert ist, der sollte noch einmal überdenken, ob er seine Rufnummer wirklich mitnehmen möchte.

Wer sich schließlich für die Rufnummermitnahme entscheidet, kann dies nicht im Zuge der Kündigung dem alten Anbieter mitteilen. Stattdessen muss ein neues Schreiben aufgesetzt werden und dem Anbieter postalisch, via E-Mail oder als Fax zugesandt werden. Manche Anbieter stellen für die Beantragung der Rufnummerportierung mittlerweile auch ein Online-Formular zur Verfügung. Bei anderen Anbietern wiederum reicht auch lediglich ein Anruf bei der Service-Hotline.

Das können Sie für eine reibungslose Portierung tun

Sobald der Antrag für die Rufnummermitnahme beim alten Vertragspartner eingegangen ist, ist dieser verpflichtet, die jeweilige Rufnummer insgesamt 30 Tage für die Portierung freizugeben. In dieser Zeit muss der neue Vertragspartner die Portierung durchführen und die Rufnummer übernehmen. Erfolgt die Portierung nicht innerhalb dieser Frist, kann sie vom alten Anbieter abgelehnt werden. Damit die Rufnummermitnahme also reibungslos verlaufen kann, sind ein paar Dinge zu beachten.

Zum einen sollte der Antrag der Rufnummermitnahme beim alten Vertragsanbieter ein paar Tage früher eingehen als beim neuen Anbieter. Dies gilt insbesondere für die Antragstellung auf schriftlichem Wege. So kann verhindert werden, dass der neue Anbieter die Portierung bereits durchzuführen versucht, bevor der alte Vertragsanbieter die Rufnummer überhaupt freigegeben hat. Zur Sicherheit kann beim alten Anbieter auch eine Freigabebestätigung eingefordert werden und der neue Anbieter anschließend mit der Portierung beauftragt werden.

Das gilt es außerdem zu beachten

Sobald die Portierung erfolgreich war, versenden beide Anbieter in der Regel eine Bestätigung. Diese ist normalerweise innerhalb weniger Tage nach Antragstellung bei Ihnen. Wenn Sie dagegen zwei Wochen nach der Antragstellung zur Rufnummerportierung noch nichts von den Mobilfunkanbietern gehört haben, sollten Sie unbedingt bei beiden Mobilfunkanbietern nachfragen. Ein weiterer Punkt sollte ebenfalls unbedingt beachtet werden: Die Rufnummermitnahme ist nur möglich bzw. gesetzlich verpflichtend, wenn es sich um zwei verschiedene Mobilfunkanbieter handelt und der alte und neue Anbieter nicht identisch sind.

Wenn es sich dagegen nur um einen scheinbaren Anbieterwechsel handelt, kann die Rufnummermitnahme rechtmäßig durch den Anbieter abgelehnt werden. Ein solcher Fall besteht beispielsweise dann, wenn ein Wechsel zwischen zwei Providern desselben Mobilfunkanbieters vollzogen werden soll, beispielsweise von DiscoTel zu DeutschlandSIM. Denn beide Anbieter sind Mobilfunkprovider des Mobilfunkanbieters eteleon e-solutions AG.

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