Die besten Mobilfunknetze und was die Discounter leisten

Allnet Flat Ratgeber

Egal wo man heute geht und steht, man kann sich vor neuen Mobilfunkangeboten kaum noch retten. Nicht, dass das für uns, die wir tagtäglich mehr mit unserem Smartphone kommunizieren als mit unserem Ehepartner, nicht sinnvoll wäre. So günstig wie jetzt konnten wir noch nie telefonieren, simsen, surfen, daddeln und einfach alles mit unserem Smartphone erledigen.

Da wundert es nicht, dass Mobilfunkanbieter sich ständig etwas einfallen lassen müssen, das sie bei Kunden attraktiv macht, um sich gegen die immer größer werdende Konkurrenz durchsetzen zu können. Aus diesem Grund besitzt heute so gut wie jeder Mobilfunkanbieter auch eine oder gleich mehrere Discount-Marken, die sich mit ihren Flatrate-Preisen regelmäßig unterbieten.

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Während Verbraucher sich einerseits freuen so günstig wie nie telefonieren und surfen zu können, fragt man sich andererseits genauso, ob der stete Sinkflug der Preise nicht auch irgendwann zu Lasten der Qualität geht. Sind die Sprachqualität und die Netzabdeckung bei den Discountern eigentlich genauso gut wie bei anderen Mobilfunkanbietern? Verhält es sich bei den Mobilfunknetzen bereits genauso wie mit den Preisen, insofern als sich eigentlich kaum noch ein Unterschied feststellen lässt, oder lassen wir uns viel zu sehr von den niedrigen Preisen blenden und fordern dafür viel zu wenig Netzqualität ein? Und wer hat überhaupt das beste Netz?

Wie ermittelt man das beste Mobilfunknetz?

Diese Fragen sind eigentlich ganz leicht zu beantworten, denn diese Frage beschäftigt regelmäßig auch Verbraucherinstitute oder Fachzeitschriften. Zuletzt untersuchte das Telekommunikationsmagazin „Connect“ sämtliche deutsche Handynetze, um den Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz zu ermitteln. Über einen Zeitraum von drei Wochen wurden dazu Messfahrzeuge quer durch ganz Deutschland geschickt, um die Abdeckung und die Qualität der Handynetze zu überprüfen.

Dabei wurden nicht nur wie üblich die Verbindungen zwischen Mobilfunkgerät und Festnetz oder Verbindungen ins Internet geprüft. Auch die Gesprächsqualität zwischen zwei Smartphones an unterschiedlichen Standorten war Teil der Untersuchung. Die Auswertung dieser Untersuchungsergebnisse brachte einen klaren Sieger hervor, der sich gegen die anderen Mobilfunkanbieter durchsetzen konnte.

Das beste Netz in Deutschland: die Telekom verteidigt ihren Titel

Der Sieger unter den Mobilfunkanbietern ist die Telekom AG. Die verbesserte Sprachqualität HD-Voice eliminiert Umgebungsgeräusche und ermöglicht Telefongespräche, die an Sprachverständlichkeit kaum zu übertreffen sind. Und auch das Datennetz lässt mit einer Erfolgsrate von 98 Prozent und seiner hohen Geschwindigkeit keine Wünsche offen. Doch den Sieg fährt das Bonner Unternehmen nicht nur wegen der hohen Gesprächsqualität ein, sondern überzeugt durch ihr Gesamtpaket aus hohem Qualitätsstandard und großer Reichweite aber auch Zuverlässigkeit und Service. So ist man mit dem Netz der Telekom meist auch da noch recht gut versorgt, wo andere Netzbetreiber versagen.

Alternativen zum Angebot des Siegers

Wer sich also für ein Angebot der Telekom entscheidet, kann sich fast immer und überall auf ein gutes Mobilfunknetz verlassen, egal ob er lieber telefonieren oder surfen möchte. Doch diesen Komfort bezahlt man bei der Telekom auch mit vergleichsweise hohen Tarifen. Wem die Preise der Telekom zu hoch sind, ist auch mit ihren Konkurrenten Vodafone und o2 gut bedient. Die beiden Mobilfunkanbieter bieten jeweils ein Mobilfunknetz, das zwar nicht ganz so gut wie das der Telekom ist, aber immer noch eine sehr hohe Erfolgsrate und eine sehr gute Datenübermittlung aufweist.

Die Netzüberlastung durch den starken Zuwachs der Smartphone User, mit der o2 letztes Jahr noch stark zu kämpfen hatte, ist mittlerweile kein Problem mehr. Lediglich auf dem Land und der Autobahn kann es bei o2 und auch bei Vodafone zu Transferschwächen kommen. Wer das verkraften kann, ist auch mit diesen beiden Anbietern sehr gut bedient. Das Mobilfunknetz von E-Plus reicht ebenfalls noch nicht an das der Telekom heran, verbessert sich aber zunehmend und ist ebenfalls eine gute Lösung, um einen günstigeren Tarif als den der Telekom zu bekommen und trotzdem mit überwiegend guter Netzqualität telefonieren zu können.

Und die Mobilfunk-Discounter?

Was für viele Bereiche gilt, gilt nicht für die Mobilfunkbranche: Auch wenn die Mobilfunkdiscounter sehr viel günstiger im Preis sind als ihre namhaften Vettern, sind sie qualitativ kein bisschen schlechter. Und das ist ganz einfach zu erklären, schließlich verfügen Mobilfunkdiscounter nicht über eigene Mobilfunknetze, sondern nutzen über Roaming-Verträge die Netz-Infrastruktur der großen deutschen Mobilfunknetzbetreiber. Die besitzen oftmals sogar eigene Marken im Discountbereich.

So betreibt die Telekom unter anderem die Discount-Marke Congstar, während Fonic, o.tel.o und Simyo die eigenen Marken von o2, Vodafone und E-Plus sind. Die Tarife dieser Marken und der Marken externer Anbieter, die für die Benutzung der Netze bezahlen, bieten die gleiche Netzqualität, veranschlagen jedoch weitaus günstigere Preise.

Aus diesem Grund ist es durchaus möglich auch eine sehr gute Netzqualität zum Discount-Preis zu bekommen. Nichtsdestotrotz bedeutet ein günstiger Preis immer Abstriche. Bei den Discount-Marken ist das nicht die Netzqualität, dafür aber andere Bereiche: Die Discounter finanzieren ihre Billigprodukte häufig durch ein drastisch gekürztes Serviceangebot oder durch Einschränkungen beim Surfen. Das bedeutet, dass auch wenn die Netzqualität da ist, die Geschwindigkeit oder die Übertragungsmenge von vornherein sehr dürftig ausfällt oder nach Verbrauch eines bestimmten Kontingents deutlich gemindert wird.

Wer also auf eine Discount-Marke ausweichen möchte, um Geld zu sparen, jedoch nicht auf eine hohe Netzqualität verzichten möchte, kann dies tun, muss sich aber bei jedem Discounter ausgiebig darüber informieren, welches Netz der Anbieter nutzt und welche Einschränkungen er für den geringen Preis in Kauf nehmen möchte. Wer ein Rundum-sorglos-Paket wünscht, der sollte hingegen die Discounter vermeiden.